Die Meile der Demokratie am 21. Januar 2017

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Seit 2009 organisiert ein breites Bündnis der Zivilgesellschaft Magdeburgs die 'Meile der Demokratie'. Anlass ist der Jahrestag der Zerstörung Magdeburgs während des Zweiten Weltkriegs, und der unablässige Versuch, dieses Datum revisionistisch aufzuladen. Doch mittlerweile zieht sich ein breites Band an gesellschaftlichem Engagement durch die Landeshauptstadt, welches nicht nur das Vergessen und die Umdeutung anprangert, sondern auch die geschichtlichen Ereignisse zum Anlass nimmt, Toleranz und Demokratie als Grundpfeiler einer modernen Gesellschaft zu verfestigen.

Rund um den 16. Januar finden daher jedes Jahr vielfältige Aktionen statt, die dazu einladen, gemeinsam zusammen zu kommen und auf die Gräuel der Kriegsverbrechen, die von deutschem Boden ausgingen, zu erinnern, zusammen zu kommen und eine gemeinsame Zukunft zu diskutieren - eine gemeinsame Zukunft für alle.

Weitere Informationen zur diesjährigen Meile auf der Website der Meile der Demokratie

Für weitere Eindrücke vergangener Meilen lohnen sich die Profile der 'Meile der Demokratie' in den sozialen Netzwerken: FacebookTwitterYouTubeFlickr.

Positive Zwischenbilanz bei den Gedenkstättenfahrten nach Polen

Anastasia Gulei
Die Auschwitz-Überlebende Anastasia Gulei aus der Ukraine stimmte interessierte Pädagogen bei einem Workshop in der Landeszentrale auf das Thema Gedenkstättenfahrten für Schulen ein.

Knapp ein Jahr nach Start für ein Schülerfahrten-Projekt zu KZ-Gedenkstätten in Polen hat der Direktor der Landeszentrale für politische Bildung, Maik Reichel, eine positive Zwischenbilanz gezogen. 14 Schülergruppen aus Sachsen-Anhalt sind 2016 in die ehemaligen deutschen Vernichtungslager gereist.

"Damit haben wir einen Anfang gemacht, um die schulische Erinnerungsarbeit auch auf die ehemaligen deutschen Vernichtungslager im heutigen Polen auszudehnen", sagte der Direktor der Landeszentrale. Ziel der Fahrten sei es, dass sich Schülerinnen und Schüler an authentischen Orten mit dem Nationalsozialismus und dem Holocaust auseinandersetzen könnten. Insgesamt sind im zurückliegenden Jahr 14 Gruppen aus 13 Schulen zwischen Salzwedel und Zörbig mit zusammen rund 350 Teilnehmerinnen und Teilnehmern nach Polen in die dortigen Gedenkstätten gefahren. 

Schulen in Sachsen-Anhalt, die ein Interesse an einer Förderung haben, melden sich bei der Landeszentrale für politische Bildung, Leiterstr. 2, 39104 Magdeburg, Tel.: 0391/567-6450, E-Mail: maik.reichel@lpb.mb.sachsen-anhalt.de.

Erinnerung wachhalten: Landeszentrale für politische Bildung startet Stolpersteinputzaktion

Die Landeszentrale für politische Bildung hat die Schulen in Magdeburg und Umgebung dazu aufgerufen, sich an einer Stolpersteinputzaktion zu beteiligen. Im Vorfeld der Meile der Demokratie am 21. Januar 2017 in Magdeburg soll damit die Erinnerung an die NS-Opfer aufgefrischt werden.

Getragen wird die Initiative vom Schulnetzwerk „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“. „Wir wollen gemeinsam mit den Schülerinnen und Schülern durch die Erinnerung an die Opfer des Nationalsozialismus ein deutliches Zeichen gegen den Rechtsextremismus und gegen jede Form der Geschichtsklitterei setzen“, erklärte die stellvertretende Direktorin der Landeszentrale und Landeskoordinatorin des Schulnetzwerkes, Cornelia Habisch. Schon jetzt hätten sich neun Schulen für die Putzaktion in der Woche vom 16. bis 20. Januar 2017 angemeldet. Weitere Schulen und Initiativen sind herzlich willkommen.

Im Vorfeld der letzten Meile der Demokratie hatten sich 14 Schulen an der Aktion beteiligt. An rund 100 Verlegorten wurden die Stolpersteine gereinigt und Blumen niedergelegt. Auch die Putzaktion im Jahr 2017 soll wieder möglichst viele Schulen dazu animieren, sich mit dem Schicksal der ermordeten jüdischen Mitbürger zu beschäftigen und ein Zeichen zu setzen. 

Anmeldungen können an die Landeszentrale für politische Bildung, E-Mail: fsj2@lpb.mb.sachsen-anhalt.de gerichtet werden.

Hintergrund: 

Die Aktion der Stolpersteine geht auf eine Idee des Kölner Künstlers Gunter Demnig zurück. Damit soll an die ermordeten Juden, Sinti und Roma, Homosexuelle sowie politisch Verfolgte im Nationalsozialismus erinnert werden. Auf den Stolpersteinen sind unter der Überschrift „Hier wohnte“ Name, Lebenddaten und kurze Angaben zum Schicksal vermerkt. Die Messingplatten werden vor der letzten bekannten Wohnadresse der NS-Opfer in den Fußweg eingelassen. 

Bislang haben Demnig und sein Team europaweit mehr als 60.000 Gedenksteine in 21 Ländern gesetzt. Allein in Magdeburg sind aktuell 459 Stolpersteine an 155 Stellen verlegt worden.

Im diesem neuen Bereich möchten wir in Zukunft unsere Website um die inhaltliche Darstellung von landesspezifischen Themen, historischen Ereignissen und wissenschaftlichen Erkenntnissen erweitern. Das möchten wir u.a. in Form von Webdossiers und digitalen Storytelling-Projekten realisieren. Dazu arbeiten wir mit unterschiedlichen Partnern zusammen. Ständig sind wir auf der Suche nach solchen Partnern - haben Sie also ein Projekt zur sachsen-anhaltischen Landeskunde realisiert und möchten, dass Sie die Landeszentrale für politische Bildung bei der Verbreitung unterstützt oder haben Sie eine Projektidee, die Sie gern gemeinsam mit der LpB realisieren möchten? Dann melden Sie sich einfach beim zuständigen Referatsleiter Thomas Erling: thomas.erling(at)lpb.mb.sachsen-anhalt.de

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...und deshalb sieht die Landeszentrale für politische Bildung Sachsen-Anhalt als öffentliche Bildungseinrichtung ihre Aufgabe vor allem darin, die Menschen unseres Landes in ihrem politischen Denken und Handeln zu unterstützen.

Kinder und Jugendliche, SeniorInnen, MigrantInnen, Vereine oder öffentliche Institutionen – so vielfältig wie unsere Zielgruppen ist auch unser Angebot. Nach dem Motto »Das Neue braucht FreundInnen« öffnen wir uns als Landeszentrale all jenen, die gemeinsam mit uns das Demokratieverständnis im Land fördern wollen.

Auf den folgenden Seiten finden Sie Informationen zu unserer Arbeit, zu unseren Projekten, zu Fördermöglichkeiten und zu aktuellen Veranstaltungen.

Viel Spaß wünscht Ihnen
Ihr Team der LpB LSA

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EDUPOLIS heißt das Journal der Landeszentrale für politische Bildung Sachsen-Anhalt. In ihm finden Sie vielerlei Informationen zu unseren vergangenen Projekten und zur täglichen Arbeit des gesamten Teams der Landeszentrale. Online stehen Ihnen zwei Versionen zur Verfügung:

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